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LEUCHTENDE VORBILDER

Unsere Gründer und Geschäftsführer Thomas und Christian haben sich im Maschinenbau Studium kennen und schätzen gelernt und im Anschluss gemeinsam Produktdesign in Berlin studiert. Damit sind sie beide zugleich Ingenieur und Designer. Sie vereinen die Disziplinen als bivalente Entwickler. Die Verbindung von Form und Funktion von Kunst und Technik ist damit Keimzelle und Kopf von höfats und unsere unverwechselbare DNA.Die WirtschaftsWoche titelte einen Artikel über höfats: „Funktionales Design trifft Liebe zum Detail“. höfats Produkte vereinen einzigartiges Design mit begeisternder Funktionalität und haben den Anspruch die Besten ihrer Gattung zu sein. Dieser DNA sind wir seit unserer Gründung 2015 immer treu geblieben, was vielfach belohnt wurde: In den letzten fünf Jahren wurde höfats mit weit mehr als 50 Designpreisen ausgezeichnet. In der unmittelbaren Verflechtung der Fachrichtung Design und Engineering liegt beachtliches Potential, das lehrt uns auch die Geschichte. In der Rubrik „Vorbilder“ blicken wir auf Menschen, Biographien und Teams, die wie höfats für die Verbindung von Technik und Ästhetik stehen – wir blicken auf unsere Helden. Sie sind unsere Inspiration und Motivation unserer DNA treu zu bleiben und spornen uns Tag für Tag zu Höchstleistungen an.

HANS GUGELOT

HANS GUGELOT gilt als Wegbereiter des Systemdesigns. Bereits 1950 entwickelte er das modulare Möbelsystem M 125, das in späteren Jahren Designgeschichte schrieb. 1954 wurde er von Max Bill als Dozent an die neu gegründete Hochschule für Gestaltung in Ulm berufen, wo er kurz darauf auch seine Tätigkeit für die Firma Braun begann. Es entstanden u. a. die erste System-Audiokombination, das revolutionäre SK 4 – Schneewittchen - genannt, der Braun Sixtant, dessen schwarz/silberne Farbkombination das Erscheinungsbild des Unternehmens prägte. Weltruhm erntete das Kodak Carousel, die Hamburger Hochbahn und unzählige weitere Arbeiten u.a. für Agfa-Gevaert, BAYER/BMW, Bofinger, Krupp, Lumoprint, Pfaff, Telefunken, Viessmann, Weishaupt.

Gugelot hat in etwa 15 Jahren ein ausschlaggebendes Werk geschaffen und dem Systemdesign die Tür geöffnet. Bei ihm verschmolzen die Disziplinen Design und Engineering zu einer innigen Einheit. Ohne sein tiefgründiges Wissen in beiden Bereichen wäre sein Schaffen nicht vorstellbar. „Wie Charles Eames war Gugelot ein Ingenieur- Designer. Er hatte ein Faible für Technik, wollte ursprünglich Konstrukteur werden.“ So Otl Aicher in „Die Welt als Entwurf“. Hans Gugelot starb 1965 im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Die Zeitschrift „form“ schrieb 1974: „Zum zweiten mal gibt es in Ulm den Niedergang und Fall einer Design-Institution: Zwei Jahre nach dem endgültigen Ende der bedeutenden europäischen Hochschule für Gestaltung schloss jetzt das mit zeitweilig 72 Mitarbeitern größte europäische Design Büro – die ‚Gugelot Design GmbH’.“

RICHARD BUCKMINSTER FULLER

Man nennt ihn den Leonardo da Vinci des 20. Jahrhunderts. Richard Buckminster Fuller hat als einer der Ersten das Wirken der Natur als durchgängiges systemisches Wirken unter ökonomischen Prinzipien (Material- und Energie-Effizienz) gesehen. „Ich will die Natur nicht nachahmen, sondern ihre Prinzipien begreifen.” In seinem Buch Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde machte er sich frühzeitig für globale und ganzheitliche Sichtweisen stark. Dabei sind seine Lösungen oft verblüffend einfach. Fuller befasste sich unter Anderem mit systematischen Untersuchungen räumlicher Tragwerkkonstruktionen, mit denen sich schnell, kostengünstig und mit möglichst geringer Oberfläche ein größtmöglicher Raum überspannen ließ.

So entwickelte er die auf regelmäßigen Vielflächen basierenden geodätischen Kuppeln. Sie basieren auf einer Weiterentwicklung von einfachsten geometrischen Grundkörpern, sind extrem stabil und mit geringstem Materialaufwand realisierbar. Sein technisches Grundprinzip – den größten Nutzen mit möglichst geringem Energie- und Materialverbrauch zu erreichen – ist in seinem ganzen Lebenswerk spürbar. Viele seiner Aussprüche wie „Don’t fight forces – use them” („Bekämpfe nicht die Kräfte – nutze sie”) sind zu geflügelten Worten geworden. Fuller, der sich selbst als „comprehensive, anticipatory design scientist”, als eine Synthese aus Künstler, Erfinder, Mechaniker, Ökonom und evolutionärem Strategen sah, entzieht sich jeder Kategorisierung und war seiner Zeit in vielerlei Hinsicht um Jahrzehnte voraus. Er gilt als wichtiger Impulsgeber für die aktuelle Architektur und Vordenker derÖko-Bewegung. Buckminster Fuller, ein pragmatischer Optimist, der gleichermaßen vom Pentagon, wie von den Hippies, geschätzt wurde.

DIETER RAMS

Was ist gutes Design? Produktdesign ist die Gesamtkonfiguration eines Produktes: Form, Farbe, Material und Konstruktion. Das Produkt muss seinen Zweck wirksam erfüllen. Ein Designer, der gutes Design anstrebt, darf sich nicht als Künstler betrachten, der Produkte im letzten Schritt in ein nach Geschmack und Ästhetik gestaltetes Gewand hüllt. Der Designer muss sich als Gestaltingenieur begreifen. Als solcher synthetisiert er das fertige Produkt aus den verschiedenen Elementen, aus denen es besteht. Seine Arbeit ist weitgehend rational, das heißt, ästhetische Entscheidungen beruhen auf dem Verständnis des Produktzwecks.

Dieter Rams wurde 1932 in Wiesbaden geboren und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1953 Architektur und Innenarchitektur an der Werkkunstschule Wiesbaden, unterbrochen von einer Ausbildung zum Tischler. Seit 1955 war Rams für den Elektrogerätehersteller Braun tätig, zuerst als Architekt und Innenarchitekt, von 1961 bis 1995 leitete er die legendäre Designabteilung von Braun. Seine Entwürfe, die meist in Teamwork zusammen mit Fritz Eichler, Reinhold Weiss, Gerd Müller, Roland Ullmann, Robert Oberheimer, Jürgen Greubel, Dietrich Lubs und anderen entstanden, machten die zuvor nur regional bedeutsame Marke weltbekannt. Besonders eng war auch der Austausch mit Hans Gugelot, der Design ebenso wie Rams als Verbesserung und fernab jeglicher Schönheitsfragen betrachtete. “Design wird in den Medien immer mehr unter dem Begriff Schönmacherei angesiedelt. Ich hasse den Begriff “Schönmacherei”, wir haben noch nie etwas schön machen wollen, wir wollen Dinge besser machen, was wir brauchen, ist weniger aber besseres.” so Rams.

Dieter Rams hat seine Philosophie des “Weniger aber besser”, bereits in den 1970er Jahren, in 10 Thesen zum Design zusammengefasst, die ganze Generationen on Designern national und international geprägt haben. So nennt auch der britische Designer Jonathan Ive verantwortlich für alle Apple-Produkte ab den Neunzigern, Dieter Rams als sein prägendstes Vorbild nd Inspirationsquelle. Dies wurde 2001 beim Launch des ersten Appel iPod auch sichtbar, der dem Braun Radio T3 von 1958 verblüffend ähnlich sieht.

“Gutes Design ist innovativ. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar. Gutes Design ist ästhetisch. Gutes Design macht ein Produkt verständlich. Gutes Design ist aufdringlich. Gutes Design ist ehrlich. Gutes Design ist langlebig. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail. Gutes Design ist umweltfreundlich. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.” So Rams und ergänzt: „ Zurück zum Einfachen, zurück zum Puren – weniger aber besser.”

HELMUT STAUBACH

Prof. Helmut Staubach - er hat unsere Gestalterpersönlichkeit geprägt und geschliffen wie kein Zweiter. Er schätzte unseren „Ingenieur-Background“ mit dem Blick für das konkrete technische Detail und lehrte uns zugleich generalistisch zu denken - das große Ganze zu überblicken.

„Während Radikalität und Voraussetzungslosigkeit zu Privilegien der Kunst zählen, sind für Design stets soziale und dadurch funktionale Parameter konstitutiv. Ohne Reflexion außerästhetischer Prozesse wird Entwurfsarbeit auf Dauer nur Belangloses hervorbringen. Wird zum Selbstzweck, wenn Veränderungen kommunikativen Handelns und Arbeitsorganisation, Differenzierungen in Sozialstruktur und Tätigkeitsfeldern ihre Entsprechungen lediglich in gestalterischer Relationen finden. Gesellschaftliche Umbrüche und Gestaltung produktiv aufeinander beziehen heißt: In einen diskursiv reflexiven Prozess einzutreten, der Form, wie es Mies van derRohe einmal verlangte, immer zum Ergebnis, aber nicht zum Ziel hat. ...“

JAMES DYSON

Ich glaube an die Verflechtung  von Design und Funktion – ästhetische Perfektion durch die  Arbeit des Ingenieurs, anstatt  die Technik durch aufgesetzte Ästhetik zu verdecken. Und ich  glaube daran, den Verbraucher  in die Lage zu versetzen, an  den technologischen Vorzügen  eines neuen Produktes Spaß zu  haben und sie zu würdigen. 

Dyson wurde 1947 in Norfolk, Großbritannien, geboren. Er studierte am Royal Collage of Arts Möbeldesign und Innenarchitektur, ehe er sich der Ingenieurwissenschaft zuwandte. Der Staubsauger ohne Beutel, der schnellste hygienische Händetrockner oder der Ventilator ohne Rotorflügel – das sind sie – die Produkte die Dyson weltweit bekannt gemacht haben. Doch das waren bei Weitem nicht seine ersten Erfindungen.

Seine erste gänzlich eigene Produktidee war der Ballbarrow. Durch die voluminöse Kugel statt einem Rad soll die Schubkarre bei weichem Untergrund weniger stark einsinken als herkömmliche Räder. Im Gegensatz zu Schlauchreifen kommt die Kugel ohne Druckluft aus – ein Plattfuß ist somit ausgeschlossen. Durch Rotationsgießen ist sie hohl und dadurch sehr preiswert produzierbar. Für die Umsetzung fehlte Dyson jedoch das nötige Kapital. Er überzeugte seinen Schwager Stuart Kirkwood in die Geschäftsidee zu investieren und so brachte Kirk-Dyson Ltd. 1974 den Ballbarrow in Großbritannien auf den Markt. 1977 verkauften sie bereits 65.000 Stück pro Jahr, was einem Marktanteil von etwa 70% im Vereinigten Königreich entspricht. 

Doch es sollte keine Erfolgsgeschichte werden. Nach gescheiterten Verhandlungen um einen Lizenzvertrag mit dem amerikanischen Unternehmen Glassco Plastics Company, baute diese den Ballbarrow kurzerhand, ohne Tantiemen zu bezahlen. Kirk-Dyson eröffnete daraufhin einen Patentrechtstreit gegen Glassco, der in den USA geführt wurde.

Dieser war langwierig, sehr kostspielig und letztendlich wurde er zugunsten Glassco entschieden. Unterdessen hatte Dyson die Idee zum Dual Cyclone – dem beutellosen Staubsauger, der sich die Zentrifugalkraft zunutze macht. Er trug sie seinen Vorstandskollegen vor, wurde jedoch nicht erhört. Ihnen schien der Einstieg in eine neue Branche zu riskant. Worauf Dyson klar wurde, dass seine Zeit bei Kirk-Dyson zu Ende war.

Dyson war 31 Jahre alt, als er den Staubbeutel von seinem alten Hoover gerissen und mit einem Zyklon aus Cornflakesschachteln ersetzt hat. Der erste voll funktionierende und visuell vollendete Dyson Dual Cyclone wurde fertig, als er bereits 45 war. Seine Schulden wuchsen zwischenzeitlich auf weit mehr als 1.500.000 Pfund. Letztendlich zahlte sich seine Hartnäckigkeit aus. Dyson machte eine bemerkenswerte Erfinder-, Designer-, Ingenieur- und Unternehmer-Karriere. Sein primärer Antrieb ist neben Form und Erscheinung vor allem die Innovation. „In den vergangenen 25 Jahren hat Dyson Düsentrieb 850 Patente für 120 verschiedene Erfindungen angemeldet ...“ Dyson nimmt sich den alltäglichen Missständen an und versucht sie technologisch zu lösen. Sir Dyson ist einer der erfolgreichsten Unternehmer unserer Zeit.